Als Künstler (geb. 1956) und Schüler der Kunstprofessorin Gerda Matekja-Felden, gründete ich in den 1980er Jahren die Kunstrichtung KATHART (Kunst über katholische klerikale sexuelle Missbrauchstäter). Ich zähle ebenfalls zu den unzähligen sexuellen Missbrauchsopfern von Angehörigen des katholischen Klerus. Hoffentlich werden meine Kathartbilder einmal in den größten Museen der Welt hängen, dann wäre das Thema Missbrauchskirche immer präsent. Außerdem glaube ich auch ganz fest daran, dass meine Kathartbilder einmal zu den teuersten Kunstwerken der Welt zählen werden, und vielleicht wird irgendwann sogar eines meiner Kardinal Groer Bilder als das teuerste Bild aller Zeiten in die Geschichte eingehen.
Die fliegenden Mönche von Göttweig
Ich war von 1974 - 1979 Kandidat des Benediktinerstiftes Göttweig und als Missbrauchsopfer des Göttweiger Benediktiners Dr. Groer (dem späteren Kardinal) sprang ich 1979 von einem Stiftsturm. Vermutlich hätte ich das nicht getan, wenn sich Abt Lashofer darüber nicht belustig hätte, als ich ihm von Groers Übergriff an mir berichtete. Gebüsche fingen mich auf, ich schleppte mich in mein Zimmer und dort versuchte ich mir die Pulsadern aufzuschneiden (zum Glück überlebte ich). Jahre nach mir sprangen wieder Groeropfer von Göttweiger Stiftstürmen, ein junger Mönch, Frater (Bruder) Placidus (Zivilname Andreas Kubalek), überlebte seinen Sprung nicht. Anfang der 2000er Jahre rief ich Abt Lashofer in Göttweig an und fragte ihn, ob er mir als Groer-Missbrauchsopfer endlich eine Entschädigung gibt, die ich damals hätte sehr gebrauchen können. Lashofer sagte, dass ich ihm mein Ansuchen schriftlich übermitteln soll. In diesem Schreiben soll ich aber nur die Sachlage beschreiben wofür ich Geld eigentlich benötige und nicht den Missbrauch erwähnen. So setzte ich schnell ein Schreiben auf und in der Schnelligkeit schrieb ich in der Einleitung „ich war einmal ihr Gast“ anstelle von „ich war einmal Ihr KANDIDAT“, was mir aber erst bei einem spätern Durchlesen des gespeicherten Briefes auf dem Computer auffiel. Das unterfertigte Original hatte ich schon Tage davor abgeschickt. Lashofer hat mir dann 10.000 Schilling (ungefähr 700 Euro) überwiesen. Ich weiß natürlich nicht wer aller im Stift mein Schreiben gelesen hat (es müssen viele gewesen sein), ich wurde später informiert, dass man seitens des Stiftes über mich hinterrücks verkündet, dass ich nur ein einziges Mal in meinem Leben im Kloster zu Gast war und ich mir meine ca. 50 jeweils mehrtägigen Aufenthalte während meiner 5jährigen Kandidatenzeit nur einbilde.
Als Zirkusdirektor Bernhard Paul wieder einmal mit seinem Zirkus Roncalli vor dem Wiener Rathaus gastierte sagte ich ihm, dass ich ein Missbrauchsopfer von Zirkuspater Schönig war. Ich fragte Herrn Paul, ob er wusste wie Pater Schönig war, und wenn er es wusste, warum ließ er 1998 seine Tochter Lili Paul-Roncalli im Zirkuszelt vor dem Wiener Rathaus von Pater Schönig taufen? Berhard Paul antwortete:„Ja, es wusste jeder, dass Pater Schönig pädophil war, aber es war eine Tochter, die ich damals von ihm taufen ließ, also war keine Gefahr in Verzug, denn Schönig stand nur auf Jungs.“
Hier zeige ich einige meiner Malereien die keine KATHART Themen beinhalten.
Ich hatte immer schon einen großen Bekanntenkreis und so kam ich zu den Freimaurern. Ich verließ die "Maurerei" aber nach drei Jahren wieder, als ich zu verstehen begann, dass sie in unserem Land nur als parteipolitische Geschäftslobbyismussekte agiert. Künstlerisch hat mich dieser Verein aber total positiv inspiriert. Der Tapis (Logenteppich) in Verbindung mit Planeten war lange Zeit mein Lieblingsthema beim Malen! Auf einem Bild von mir ist der Tapis der Hintergrund, davor sind Mozart und Constanze zu sehen. Ich malte sie so, wie zwei Menschen auf einer Plakette als Botschaft für Außerirdische auf der Raumsonde Pioneer 10 dargestellt wurden. Diese gleitet seit 1972 durchs Weltall und sendete bis 2003 Daten zur Erde.