19.04.22

tfirst@gmx.at

   

Als Künstler (Schüler von Gerda Matejka-Felden) gründete ich Anfang der 1980er Jahre die Kunstrichtung KATHART (katholische Kunst über kirchlichen Missbrauch). Mein Name ist Franz Alois Michael Tfirst (geb. 1956) und ich lebe in Wien. Auch ich bin eines der weltweit unzähligen sexuellen Missbrauchsopfer von Angehörigen des katholischen Klerus. Einer meiner Täter war der Göttweiger Benediktiner Dr. Groer. Von 1974 - 1979 war ich Kadidat des Benediktinerstiftes Göttweig. Mitte der 1970er Jahre habe ich Abt Lashofer über mein Groermissbrauchserlebnis informiert, dennoch wurde Groer viele Jahre später zum Kardinal ernannt. Anfang der 1980er Jahre gründete ich die Kunstrichtung Kathart um die massenhaft systhemischen Vertuschungen von Kirchenoberern der 1960er, 1970er und 1980er Jahre aufzuzeigen (die Klasnic-Kommission hat rund 3.500 Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Österreich aufgearbeitet). Vielleicht werden in 100 Jahren meine Kathartbilder zu berühmten Kunstwerken, dann wäre das Thema Missbrauchskirche endlich für immer präsent. Wird dann in Folge eines meiner Kardinal Groer Bilder als das teuerste Bild (nach Jackson Pollock) in die Geschichte eingehen?

 

        




 

 

   

  

 

   


 

 

   

 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 


 

 

 

 

 

Noch etwas zu Göttweig: Anfang der 2000er Jahre rief ich Abt Lashofer an und fragte ihn, ob er mir als Groer-Missbrauchsopfer endlich eine Entschädigung gibt, die ich damals hätte sehr gebrauchen können. Lashofer sagte, dass er sich das überlegen wird und ich ihm mein Ansuchen schriftlich übermitteln soll. In diesem Schreiben soll ich aber nur die Sachlage beschreiben wofür ich Geld benötige. Ich setzte ein Schreiben auf und in der Schnelligkeit schrieb ich als Einleitung „ich war einmal ihr Gast“ anstelle von „ich war einmal Ihr KANDIDAT“. Das fiel mir erst beim genaueren Lesen in einer Kopie auf, nachdem ich das Original schon abschickte. Lashofer hat mir dann 10.000 Schilling (ungefähr 700 Euro) überwiesen. Ich weiß natürlich nicht wer aller im Stift dann mein Schreiben gelesen hat, aber ich wurde informiert, dass man plötzlich seitens des Stiftes über mich überall verkündet, dass ich nur ein einziges Mal in meinem Leben im Kloster zu Gast war und sonst gar nichts mit dem Stift zu tun hatte. Meine ca. 50 jeweils mehrtägigen Aufenthalte während meiner 5jährigen Kandidatenzeit wurden so auszulöschen versucht, um Schmerzensgeldzahlungen zu entgehen.

 

 

 

 

  

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Vor vielen Jahren sagte ich Zirkusdirektor Bernhard Paul, als er wieder mit seinem Zirkus Roncalli von dem Wiener Rathaus gastierte, dass ich ein Missbrauchsopfer von Zirkuspater Schönig war und ich fragte ihn zugleich, ob er wusste wie Pater Schönig war, und wenn er es wusste, warum er dann seine Tochter Lili Paul-Roncalli 1998 im Zirkuszelt vor dem Wiener Rathaus von Pater Schönig taufen ließ? Herr Paul antwortete: „Ja, es wusste jeder, dass Pater Schönig pädophil war aber Schönig stand nur auf Jungs und es war eine Tochter die ich von ihm taufen ließ, also war keine Gefahr in Verzug.“

 

 

  

 

   

 


 

  


 

 

 


 

 

 

   

 

 


 

 

  

  
















 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

  

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 










 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

   

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 




 

 

   

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

  


 

Hier zeige ich einige meiner Malereien die keine KATHART Themen beinhalten.

 

       

 

 


 

 

   

 

 

 


 

 

 

    

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 



 

  

 

 

 

 

 


 

 

  

     

  

 

 

 

 

 

 

    

 

 

 


 

  

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

  

 

  

     

 

 

Ich hatte immer schon einen großen Bekanntenkreis und so kam ich in den 1980er Jahren zu den Freimaurern. Ich verließ die "Maurerei" als ich zu verstehen begann, dass sie in unserem Land nur als parteipolitische Geschäftslobbyismussekte agiert. Künstlerisch hat mich aber der Tapis (Logenteppich) inspiriert. Er war in Verbindung mit Planeten noch lange Zeit mein Lieblingsthema beim Malen! Auf einem Bild von mir fungiert der Tapis  Hintergrund, davor sind Mozart und Constanze zu sehen. Ich malte die beiden so, wie die zwei Menschen auf einer Plakette als Botschaft für Außerirdische auf der Raumsonde Pioneer 10 dargestellt wurden. Diese gleitet seit 1972 durchs Weltall und sendete bis 2003 Daten zur Erde.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

  

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

   

 


 

 

    

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

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