Mein Name ist Franz Alois Michael Tfirst (geb. 1956) und ich lebe in Wien. Als Künstler (Schüler von Prof. Gerda Matejka-Felden) gründete ich Anfang der 1980er Jahre die Kunstrichtung KATHART „Katholische Kunst über klerikale Missbrauchstäter“. Ich war in den 1960er und 1970er Jahren ein Missbrauchsopfer von Angehörigen des katholischen Klerus. Vermutlich war ich weltweit sogar der Allererste, der auf die sytemischen Vertuschungen von Kirchenoberen der 1960er und 1970er Jahre aufmerksam machte. Als Kandidat (1974 - 1979) des Benediktinerstiftes Göttweig wurde auch ich ein Missbrauchsopfer des Göttweiger Benediktinerpaters Dr. Groer (dem späteren Kardinal), alles wurde vertuscht. Jahrzehnte später ist in Österreich eine Kommission gegründet worden (Klasnic-Kommission), welche die Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Österreich aufarbeiten soll. Die Kommission bearbeitete 3.500 Fälle. Noch etwas zu der von mir gegründeten Kunstrichtung Kathart: Vielleicht bleibt gerade wegen meinen Kathartbildern die Missbrauchskirche für immer ein Thema, und wird vielleicht deswegen eines meiner Kardinal Groer Bilder in 100 Jahren als das teuerste Bild aller Zeiten in die Weltgeschichte eingehen? Das teuerste Bild ist von Jackson Pollock, der in den 1940er Jahren die Kunstrichtung Action-Painting gründete und ich habe in den 1980er Jahren die Kunstrichtung Kathart gegründet.
Das wahre Gesicht der Kirche: 1956 als uneheliches Kind geboren, wurde ich u. a. wegen der damals kirchenmoralisch verwerflichen unehelichen Geburt ein Missbrauchsopfer von hochgradig gestörten Angehörigen des katholischen Klerus. Die Nähe zur Kirche (Klosterschule, Ministrant, Jungscharführer, Priesterseminar, Religionslehrer, Kandidat/Postulant im Benediktinerstift Göttweig) entstand durch meinen erzkonservativen Großvater (geb. 1903), der mich sehr streng katholisch erzogen hat, da ich seit meiner Geburt bei ihm lebte. Er war Austrofaschist, Mitglied der Vaterländischen Front, persönlicher Sekretär von Bundeskanzler Dollfuß, und er war im Nebenzimmer als Dollfuß erschossen wurde (ich musste schon als Kleinkind bei den jährlichen Dollfußgedenkfeiern von der ÖVP mitmaschieren), und nach dem 2. Weltkrieg war mein Großvater Pressesprecher bei insgesamt fünf ÖVP Landwirtschaftsministern.
Ich bin seinerzeit in Göttweig aus reiner Ideologie des Glaubens Stiftskandidat geworden, und nicht ins Kloster wegen homosexueller Kontakte eingetreten, außerdem bin ich ein Heterosexueller. Auf jeden Fall habe ich in Göttweig erstmals so richtig bewusst wahrgenommen, wie verlogen die Kirchenleute sind, weil der Zölibat von fast allen Angehörigen des Klerus komplett negiert wird. Ein trauriges Kapitel ist dieser verlogene Umgang der Kirche mit diesem Thema. Als klerikales Missbrauchsopfer versuchte ich jahrzehntelang über den falschen Umgang der Kirche mit dem Thema Homosexualität aufmerksam zu machen, weil in ihren eigenen Reihen gibt es so viele homosexuelle Priester und Mönche, nach außen hin aber verdammt die Kirche Homosexuelle. Outet sich ein homosexueller Kleriker, dann fliegt er sofort aus dem Verein Kirche, lebt er aber versteckt seine Triebe mit den unzähligen Gleichveranlagten in diesem Verein Kirche aus, ist er weiter sehr willkommen. Als ich versuchte, dass unsere Medien dieses Thema für eine sachliche Diskussion aufgreifen sollten, ging die Comunity der Homosexuellen auf mich los, weil deren Mitglieder nicht verstehen wollten, dass ich nur die Bigotterie der Kirche damit aufzeigen wollte.
Durch die problematische Sexualdiktion der Kirche wurden auch die massenhaften Entgleisungen wissentlich immer in Kauf genommen, viele Mönche und Priester haben sogar Aids. Hat ein katholischer Priester Kinder, dann zahlt die Kirche geheim die Alimente, aber nur wenn der Geistliche sich nicht zu seinen Kindern bekennt. Ist die Geliebte eines Priester schwanger, dann rät der Vikar (Bischofsstellvertreter) zuerst zu einer Abtreibung, das wird dann aus der Kirchenkasse „schwarz“ bezahlt und kommt auch viel billiger, als später "schwarz" für lange Zeit Alimente zu zahlen. So verlogen ist die Kirche, die nach außen hin aber immer nur "Schutz des ungeborenen Lebens" predigt. Will ein Priester seine Freundin heiraten, dann fleigt auch er aus dem Verein (dann treffen sich diese "Hinausgeworfenen" und zelebrieren untereinander weiter die heilige Messe, frei nach dem Motto, einmal geweiht, dann für immer Priester).
Die Kirche ist der allergrößte Konzern der Welt und auch das allerreichste Unternehmen. Die Anhäufung an Reichtümern im Trilliardenvermögen ist selbst für Kircheninsider wie auch für Außenstehende unglaublich. Die Diözesen (Bistümer) und Orden besitzen auf der ganzen Welt unzählige Häuser, Schlösser und Palais in den allerbesten Lagen. Auch in Österreich besitzt die Kirche so viel, dass selbst die Verwalter nicht mehr wissen, wie viel das schon ist. Die Liegenschaften sind auf alle Nonnen- und Mönchsorden und viele steuerschonende Stiftungen aufgeteilt. Die Wertsteigerung der Immobilien in den letzten Jahren war ein Vielfaches. Die katholische Kirche ist auch der weltweit größte Grundstücksspekulant und sie hat überall eine Vorreiterrolle bei Mietzins- und Pachtzinserhöhungen. Das Stift Admont kaufte z. B. 2010 einfach so nebenbei in Bausch und Bogen von der BUWOG unter Stillschweigen gleich einige hundert Eigentumswohnungen (googlen und darüber staunen). Googeln Sie einmal über die Besitzungen des Stiftes Klosterneubung oder St. Peter (Salzburg), oder Göttweig (Groers Heimatkloster) mit seinem großem Zinshausbesitz bis Frankfurt, Riesenwaldbesitz bis tief nach Bayern, und den bis vor kurzem noch sehr hohen Anteilen an der Kirchenbank Schellhammer und Schattera (die wurden mittlerweile an das Stift Göttweig ausbezahlt).
Für uns Kirchenmissbrauchsopfer gibt es aber immer nur Peanuts.
Hier zeige ich noch einige meiner Malereien die keine KATHART Themen beinhalten.