19.04.22

tfirst@gmx.at

   

Ich war ein sexuelles Missbrauchsopfer von Angehörigen des katholischen Klerus. Als Künstler, geb. 1956, gründete ich Anfang der 1980er Jahre die Kunstrichtung KATHART (Kunst über klerikale sexuelle Missbrauchstäter der katholischen Kirche), um auf die systemischen Vertuschungen der Kirchenoberen hinzuweisen. 

  

 

       


 

  

  

 

   


 

 

 

 

 Die fliegenden Mönche von Göttweig

 

Ich war von 1974 - 1979 Kandidat des Benediktinerstiftes Göttweig und als Missbrauchsopfer des Göttweiger Benediktiners Dr. Groer (dem späteren Kardinal) sprang ich 1979 von einem Stiftsturm. Vermutlich hätte ich das nicht getan, wenn sich Abt Lashofer nicht so lustig darüber gemacht hätte, als ich ihm davon berichtete. Gebüsche fingen mich auf, ich schleppte mich in mein Zimmer und dort versuchte ich mir die Pulsadern aufzuschneiden (zum Glück überlebte ich). Jahre nach mir sprangen weitere Groeropfer von Göttweiger Stiftstürmen, ein junger Mönch, Bruder Placidus, überlebte seinen Sprung nicht.

 

Anfang der 2000er Jahre rief ich Abt Lashofer in Göttweig an und fragte ihn, ob er mir als Groer-Missbrauchsopfer endlich eine Entschädigung gibt, die ich damals hätte sehr gebrauchen können. Lashofer sagte, dass er sich das überlegen wird und ich ihm mein Ansuchen schriftlich übermitteln soll. In diesem Schreiben soll ich nur die Sachlage beschreiben wofür ich Geld benötige. Ich setzte ein Schreiben auf und in der Schnelligkeit schrieb ich als Einleitung „ich war einmal ihr Gast“ anstelle von „ich war einmal Ihr KANDIDAT“. Das fiel mir aber erst beim genaueren Lesen in einer Kopie auf, nachdem ich das Original schon abschickte. Lashofer hat mir dann 10.000 Schilling (ungefähr 700 Euro) überwiesen. Ich weiß natürlich nicht wer aller im Stift dann mein Schreiben gelesen hat, aber ich wurde informiert, dass man seitens des Stiftes über mich hinterrücks überall verkündet, dass ich nur ein einziges Mal in meinem Leben im Kloster zu Gast war und ich mir meine ca. 50 jeweils mehrtägigen Aufenthalte während meiner 5jährigen Kandidatenzeit nur einbilde.

 

 

 

 

 


 

 

         

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

 

  

 


 

 

 

 

  

 

 

     


 

 

 

 

  

 

   

 


 

  


 

 

 


 

 

 

   

 

 


 

 

  

  
















 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

  

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 










 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

   

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

  

 

 

 


 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

  


 

Hier zeige ich einige meiner Malereien die keine KATHART Themen beinhalten.

 

 

 

 

 


 

 

     

 

   

 

 


 

 

 

     

 

 

 


 

 

 

 

  

 

 


 

 

 

  

 

 

 


 

 

    

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

   

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

  

  

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

  

 

    

  

 

 


 

 

 

 

    

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Als ehemaliger Freimaurer (ich war seinerzeit der jüngste Freimaurer Österreichs) malte ich in den 1980er Jahren einen großen Zyklus über Mozart mit dem Titel "Mozart der Freimaurer", der logenintern ausgestellt wurde. Ich verließ die "Maurerei", als ich zu verstehen begann, dass sie in unserem Land nur eine Geschäftslobbyismussekte darstellt und sonst nichts. Im Herzen bin ich aber bis heute ein „Maurer“ geblieben, weil der ursprüngliche Sinn der Freimaurerei ja ein ganz anderer, eben ein sehr positiver und sehr schöner ist. 

Der Tapis (Logenteppich) in Verbindung mit Planeten war lange Zeit mein Lieblingsthema beim Malen! Auf einem Bild von mir ist der Tapis der Hintergrund, davor sind Mozart und Constanze zu sehen. Ich malte sie so, wie zwei Menschen auf einer Plakette als Botschaft für Außerirdische auf der Raumsonde Pioneer 10 dargestellt wurden. Diese gleitet seit 1972 durchs Weltall und sendete bis 2003 Daten zur Erde.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

  

 

 

 


 

 

 

  

 

 

 


 

  

 

 

 

Als Kunstschaffender konnte ich von der Kunst alleine nicht leben und daher arbeitete ich immer in anderen Brotberufen, auch als Berufsberater beim Wiener Arbeitsamt (Arbeitsmarktservice oder kurz genannt AMS).

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

   

  

 

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