Mein Name ist Franz Alois Michael Tfirst (geb. 1956) und ich lebe in Wien. Ich war Schüler von Gerda Matejka-Felden an deren Wiener Kunstschule. Als Künstler gründete ich Anfang der 1980er Jahre die Kunstrichtung KATHART (katholische Kunst, auch Catholicart, über kirchlichen Missbrauch). Ich war als Ministrant in meiner Heimatpfarre Breitenfeld (1080 Wien), als Klosterschüler in der Volksschule bei den Schulbrüdern (1180 Wien Schopenhauerstraße), von 1974 - 1979 als Klosterkandidat des Benediktinerstiftes Göttweig, und als Priesterseminarist ein sexuelles Missbrauchsopfer von Angehörigen des katholischen Klerus. Einer davon, der Göttweiger Benediktiner Dr. Groer, wurde 1988 sogar Kardinal, obwohl damals schon kirchenintern etliche seiner Missbrauchstaten bekannt waren. Mitte der 1970er Jahre habe ich Abt Lashofer über mein Missbrauchserlebnis mit Mitbruder Groer informiert (bis dato hat das Stift Göttweig kein Groeropfer entschädigt, auch die Nachfolgeräbte von Abt Lashofer wollen nichts davon wissen). Anfang der 1980er Jahre gründete ich die Kunstrichtung Kathart nur deswegen, um die massenhaft systhemischen Vertuschungen von Kirchenoberern der 1960er, 1970er und 1980er Jahre aufzuzeigen (die Klasnic-Kommission hat rund 3.500 Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Österreich aufgearbeitet). Vielleicht werden in 100 Jahren meine Kathartbilder zu sehr teuren und berühmten Kunstwerken, dann wäre das Thema Missbrauchskirche für immer präsent, dann könnte in Folge auch ein Kardinal Groer Bild von mir als das teuerste Bild aller Zeiten (nach Jackson Pollock) in die Geschichte eingehen.
Vor vielen Jahren sagte ich Zirkusdirektor Bernhard Paul, als er wieder mit seinem Zirkus Roncalli von dem Wiener Rathaus gastierte, dass ich ein Missbrauchsopfer von Zirkuspater Schönig war und ich fragte ihn zugleich, ob er wusste wie Pater Schönig war, und wenn er es wusste, warum er dann seine Tochter Lili Paul-Roncalli 1998 im Zirkuszelt vor dem Wiener Rathaus von Pater Schönig taufen ließ? Herr Paul antwortete: „Ja, es wusste jeder, dass Pater Schönig pädophil war aber Schönig stand nur auf Jungs und es war eine Tochter die ich von ihm taufen ließ, also war keine Gefahr in Verzug.“
Anfang der 2000er Jahre rief ich Abt Lashofer an und fragte ihn, ob er mir als Groer-Missbrauchsopfer endlich eine Entschädigung gibt, die ich damals hätte sehr gebrauchen können. Lashofer sagte, dass er sich das überlegen wird und ich ihm mein Ansuchen schriftlich übermitteln soll. In diesem Schreiben soll ich aber nur die Sachlage beschreiben wofür ich Geld benötige. Ich setzte ein Schreiben auf und in der Schnelligkeit schrieb ich als Einleitung „ich war einmal ihr Gast“ anstelle von „ich war einmal Ihr KANDIDAT“. Das fiel mir erst beim genaueren Lesen in einer Kopie auf, nachdem ich das Original schon abschickte. Lashofer hat mir dann 10.000 Schilling (ungefähr 700 Euro) überwiesen. Ich weiß natürlich nicht wer aller im Stift dann mein Schreiben gelesen hat, aber ich wurde informiert, dass man plötzlich seitens des Stiftes über mich überall verkündet, dass ich nur ein einziges Mal in meinem Leben im Kloster zu Gast war und sonst gar nichts mit dem Stift zu tun hatte. Meine ca. 50 jeweils mehrtägige Aufenthalte während meiner 5jährigen Kandidatenzeit wurden so auszulöschen versucht, um Schmerzensgeldzahlungen zu entgehen.
Hier zeige ich einige meiner Malereien die keine KATHART Themen beinhalten.
Ich hatte immer schon einen großen Bekanntenkreis und so kam ich zu den Freimaurern. Ich verließ die "Maurerei" aber nach drei Jahren wieder, als ich zu verstehen begann, dass sie in unserem Land nur als parteipolitische Geschäftslobbyismussekte agiert. Künstlerisch hat mich dieser Verein aber total positiv inspiriert. Der Tapis (Logenteppich) in Verbindung mit Planeten war lange Zeit mein Lieblingsthema beim Malen! Auf einem Bild von mir ist der Tapis der Hintergrund, davor sind Mozart und Constanze zu sehen. Ich malte sie so, wie zwei Menschen auf einer Plakette als Botschaft für Außerirdische auf der Raumsonde Pioneer 10 dargestellt wurden. Diese gleitet seit 1972 durchs Weltall und sendete bis 2003 Daten zur Erde.