Mein Name ist Franz Alois Michael Tfirst (geb. 1956) und ich lebe in Wien.
Als Missbrauchsopfer von Angehörigen des katholischen Klerus gründete ich 1986 die Kunstrichtung Kathart (katholische Kunst über klerikale Missbrauchstäter), um auf die Vertuschungen der Kirchenoberen aufmerksam zu machen.
Meine Nähe zur Kirche entstand deswegen, weil mich mein erzkonservativer und tiefgläubiger Großvater mütterlicherseits, Agraringenieur Anton Gugler (geb.1903), bei dem ich seit meiner Geburt im Jahr 1956 als unehelich geborenes Kind lebte, streng katholisch erzogen hat.
Von 1974 – 1979 war ich Kandidat (Postulant) des Benediktinerstiftes Göttweig und auch ich wurde ein Missbrauchsopfer des Göttweiger Benediktiners Dr. Groer. Deswegen bin ich 1979 von einem Göttweiger Stiftsturm gesprungen und alles wurde vertuscht.
Jahre nach mir sprangen weitere Groeropfer von Stiftstürmen. Viele Jahre lang betitelte ich diesen Blog als "DIE FLIEGENDEN MÖNCHE VON GÖTTWEIG".
Groeropfer (Bruder Placidus), überlebte 1986 seinen Sprung nicht. Groer wurde dennoch später Kardinal, obwohl damals schon etliche seiner Missbrauchstaten bekannt waren (auch Groers Missbräuche an Bruder Placidus waren damals sogar schon dem Vatikan bekannt).
Im Fall Groer gibt es bis dato keine ordentliche Aufarbeitung und Groers Nachfolger Kardinal Schönborn wollte auch nie eine Zahl nennen, wie viele Opfer von Groer sich gemeldet haben.
Diesen Blog gibt es seit Anfang der 2000er Jahre. 21 Jahre später (April 2022) habe ich ihn neu gestaltet und ich zeige hier auch einige meiner Kunstwerke.
Anfang der 1980er Jahre bin ich aus dem verlogenen Vertuscherverein Kirche (Missbrauchskirche) ausgetreten.
BILDTITEL: Der Kardinal, das perverse Ungeheuer
Ich war 1974 oder 1975 mit Ewald (oder Eduard) Steinkellner in einer Klasse im Aufbaugymnasium in Horn. Wir waren beide im Horner Priesterseminar Canisiusheim. Nach fast 30 Jahren lief er mir einmal in Wien über den Weg. Leider war ich in Eile. Er sagte mir nur, dass er jetzt endlich Priesterseminarist im St. Pöltner Priesterseminar ist. Er sagte auch, dass es im Seminar drunter und drüber geht und dass er etwas aufdecken will. Das war’s, ich lief weiter. Dann dachte ich noch, ja der hat sich immer sehr schwer getan mit dem Lernen, vor allem mit Mathe und Latein. Ob er je maturiert hat, weiß ich nicht. Aber immerhin hat er es bis ins Priesterseminar gebracht (auch wenn es über 30 Jahre gedauert hat) um doch Theologie zu studieren. Ich wusste noch von unserer gemeinsamen Schulzeit, dass er unbedingt Priester werden wollte. Er sagte, er ist berufen. Das waren noch meine Gedanken über ihn nach unserem kurzen Treffen. Kurze Zeit später las ich in den Medien, dass er tot aus der Donau gefischt wurde, Fremdverschulden seit laut Behörden nicht ausgeschlossen. Und wieder kurze Zeit später waren die Zeitungen plötzlich voll mit den Berichten über die Schweinereien aus dem Priesterseminar St. Pölten. Ich denke, Steinkellner wurde umgebracht, damit nichts an die Öffentlichkeit kommt.
Mag. Christian Pilnacek Kommission
Orden der Pallottiner: Zirkuspater Schönig
Als Zirkusdirektor Bernhard Paul wieder einmal mit seinem Zirkus Roncalli vor dem Wiener Rathaus gastierte sagte ich ihm, dass ich ein Missbrauchsopfer von Zirkuspater Schönig war.
Ich fragte Herrn Paul, ob er wusste wie Pater Schönig war, und wenn er es wusste, warum er 1998 seine Tochter Lili Paul-Roncalli im Zirkuszelt vor dem Wiener Rathaus von Pater Schönig taufen ließ?
Berhard Paul antwortete:„Ja, es wusste jeder, dass Pater Schönig pädophil war, aber es war ja eine Tochter, die ich damals von ihm taufen ließ, also war keine Gefahr in Verzug, denn Schönig stand nur auf Jungs.“
Zirkuspater Schönig besaß durch eine Erbschaft ein Vermögen von über eine Million Euro in Wertpapieren und Gold. Nach seinem Tod flogen die juristischen Fetzen. Schönigs Cousin und die Glaubensbrüder liefern sich einen erbitterten Rechtsstreit um das Geld. Die frommen Pallottiner erbten, die Anwälte, die für die Kirche alles Mögliche erstreiten und immer von der Kirche extrem gut honoriert werden, waren halt wieder die besseren. Ich wollte zusammen mit anderen Schönigmissbrauchsopfern den damaligen Provinzial der Pallottiner dazu bewegen, dass er Schmerzensgelder an uns Schönigopfer aus dieser Schönigerbschaft bezahlen könnte. Die Pallottiner waren dazu nicht bereit.
Hier zeige ich noch einige Malereien von mir die keine Kathart-Themen beinhalten.