27.06.18

Der größte vertuschte klerikale Pädophilenskandal Deutschlands





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Zirkuspater Heinz-Peter Schönig vom Orden der Pallottiner probierte es bei mir in meiner Wiener Heimatpfarre Breitenfeld, nachdem ich ihm meine Lebensgeschichte erzählte, denn dort war Schönig oft zu Gast.




Pater Schönig hat mich in meiner Heimatpfarre, der Pfarre Breitenfeld, in 1080 Wien, sexuell missbraucht und viele andere Kinder und Jugendliche missbrauchte er ebenfalls!




Als ich begann, auf meinen ersten Homepages und Blogs über meine klerikalen Täter zu berichten, meldeten sich immer Betroffene all dieser Täter bei mir. So auch einige der prominenten „Kirchenikone“ Zirkuspater Heinzpeter Schönig vom Orden der Pallottiner aus Deutschland.




Zirkuspater Schönig hat Michael und Corinna Schumacher getraut und im Zirkuszelt des Zirkus Roncalli (vor dem Wiener Rathaus) taufte er eines der Kinder von Zirkusdirektor Bernhard Paul.




Vor einigen Jahren sprach ich Herrn Paul, als er mit seinem Zirkus wieder einmal in Wien war, auf Pater Schönig an und er sagte, dass doch jeder wusste, dass Pater Schönig pädophil war und nur auf Jungs stand und dass es ja eine Tochter war, die er damals von ihm taufen ließ, also war für ihn keine Gefahr in Verzug.




Ich gab den Missbrauchsvorfall von Pater Schönig an meiner Person schon 1972 kirchenintern (auch den Pallottinern) bekannt, doch es wurde nichts getan. Und die Pallottiner zogen ihn nicht von seiner priesterlichen Tätigkeit ab.



Pater Schönig war im deutschsprachigen Raum der herumreisende „Zirkuspater“ und dabei führte er ein Doppelleben. Er hatte eine Privatwohnung, von der jeder seiner Mitbrüder wusste, und sie wussten auch, dass er dort permanent mit so genannten „Strichjungen“ Sex hatte.




Ich vermute Pater Schönig war der größte vertuschte klerikale Pädophilenskandal Deutschlands.




Ich wurde 1956 als Bastard (also unehelich) geboren, und ich wurde nur deswegen als Kind und Jugendlicher mehrmals von katholischen Kirchenleuten sexuell missbraucht, auch von Zirkuspater Schönig. Er und die anderen haben mich als Opfer ausgesucht, weil diese Täter des Klerus wussten, dass hinter mir niemand stand, ich hatte niemand. Es war der Horror. Es ist, wie wenn ich den dritten Weltkrieg erlebt hätte, es ist, als ob ich viele Weltkriege hintereinander erlebt hätte, und ich habe all diese Weltkriege überlebt. Pater Schönig hat bei mir BULIMIE ausgelöst, an der ich lange leiden sollte. Doch über das Doppelleben dieses prominenten Paters sollte für die Öffentlichkeit immer Stillschweigen herrschen und die Pallottiner versuchten es lange, so zu tun, als ob es „die Ikone“ Pater Schönig nie in ihren Reihen gegeben hätte.




Obwohl ich die Ordensleitung der Pallottiner mehrmals darum bat, über das abartige Treiben ihres P. Schönig auf ihrer Homepage zu berichten, taten sie so, als ob es den Zirkuspater Schönig nie in ihren Reihen geben hätte. Aber ein kryptisches Statement der Pallottiner an mich war: „……….Pallottiner erkennen grundsätzlich Leid des Opfers an! Bei einer Geldforderung steht die Anerkennung des Leids des Opfers nicht im Vordergrund. Deshalb lehnen die Pallottiner grundsätzlich Geldforderungen ab……….“




Pater Schönig besaß durch eine Erbschaft ein Vermögen von über einer Million Euro in Wertpapieren und Gold. Die frommen Pallottiner erbten. Davor lieferten sich Schönigs Cousin und die Glaubensbrüder einen erbitterten Rechtsstreit um das Geld. Wir Schönigopfer taten uns zusammen, um von dem Privatvermögen Schönigs, das nun die Pallottiner besitzen, eine Schmerzensgeldsumme zu erbitten. Das wurde abgelehnt.




Pater Helmut Scharler (der auch zugleich Psychotherpeut ist), vermittelte mich viel später an den Rechtsanwalt der Pallottiner, Herr Dr. Janko Jochimsen. Im Telefonat, das zwischen mir und dem Pallottiner-Anwalt 2011 stattgefundenen hat, sagte jener zu mir, dass er davon ausgehe, dass ich mich doch nicht mehr genau an diese Geschehnisse vor vielen Jahren erinnern würde. Ich habe ihm gesagt, dass ich mir solche Gemeinheiten verbiete und dass auch andere Schönig-Opfer mit Ordensangehörigen schon in Verhandlung waren. Außerdem habe auch ich als erster den Fall Schönig kirchenintern in den 1970er Jahren publik gemacht. Und dass mir aufgrund meiner Homepage im Lauf der Jahre schon einige weitere Opfer des Zirkuspaters aus Deutschland schrieben, war für den Pallottiner-Anwalt auch kein weiterer Anlasspunkt, mir Glauben zu schenken. Er meinte, da ich diese Meldungen ja nur anonymisiert bekannt gab, dass das deswegen meine Glaubwürdigkeit nicht stärkt. Darauf sagte ich ihm, dass einige Pallottinerbrüder von Opfern auch schon direkt (wegen Missbräuchen durch P. Schönig) kontaktiert wurden, darauf sagte Dr. Jochimsen, dass er davon nichts weiß, und er muss erst Pater Vizeprovinzial Scharler diesbezüglich fragen. Ich sagte weiters, dass sogar der Bistumsbeauftragte, Herr Dr. Otto Kocherscheidt (ein pensionierter Richter) von einem Opfer kontaktiert wurde, doch anscheinend war den Pallottinern auch das vollkommen egal, da sie auch das negierten und anscheinend weiter vertuschen. Rechtsanwalt Dr. Jochimsen steht der Kanzlei URIOS vor. Dort ist der Schwerpunkt ihrer Arbeit die Beratung von katholischen Ordensgemeinschaften. Vor allem auf die Ökonomie wird da viel Wert gelegt. Gut, jemand, der die hohen Summen der Pallottiner und eventuell auch deren Liegenschaften veranlagt und verwaltet, muss ja für die Pallottiner auch alles tun, damit ich, und auch die anderen Opfer von Zirkuspater Schönig, als völlig unglaubwürdig dargestellt werden. Als ich mich bei der deutschen Rechtsanwaltskammer über Dr. Jochimsen beschwerte, antwortete mir diese, dass Dr. Jochimsen in Deutschland nicht als eingetragener Anwalt geführt werde. Wie lange da die Pallottiner, auch mit der Unterstützung ihres jetzigen nicht eingetragenen Rechtsanwaltes, auf „Nichtwissen“ und „nicht ahnen können, dass ihr Pater Schönig so war“, noch spielen können, weiß ich nicht. Denn die Zahl der Schönigopfer, die sich melden, wird immer größer.




Auf jeden Fall ist das so etwas von menschenunwürdig, und diese Vertuscher können noch immer alles tun, was sie wollen! Glauben diese Priester eigentlich noch an etwas anderes, außer dass es sich bei ihrer Kirche nur um die größte Machtsache der Welt handelt und dass es immer um noch größere Geldgewinne für die katholische Kirche (dem weltweit größten Wirtschaftsunternehmen mit dem Markenartikel Jesus) geht?




Aber ich bin auch in dieser Sache sicher, dass die Wahrheit siegen wird, und das werde ich noch erleben.




2010 schrieb Pater Helmut Scharler, damals noch Vizeprovinzial, in einem Mail (allerdings nicht mir persönlich) folgendes: „…….Zu Herrn Tfirst möchte ich sagen, dass für uns die erste Priorität nicht das Geld ist. Es geht vielmehr darum, dass unsere Experten sagen, dass mit Geld allein letztlich nichts ausgerichtet wird. Auch mit einer großen Summe ist es nicht mehr möglich, etwas Geschehenes wieder gut zu machen. Und: Wie will man die Höhe bemessen? Und was ist mit all den anderen, die nicht an die Öffentlichkeit gehen und sie aufbringen, um gegen eine Gemeinschaft vorzugehen? Sind es immer nur die Lautesten, die alles bekommen? Es braucht hier ein faires Vorgehen. Wir werden das anfangs November für uns Pallottiner zusammen mit unseren Experten festlegen. Bis jetzt gilt, dass wir das Gespräch suchen, um uns das Vergangene anzuschauen. Dann können wir Therapie anbieten. Geldverhandlungen gehören nicht zur Aufarbeitung! Wiedergutmachungssummen“ sind ein juridisches Mittel (kein psychologisches), und sie müssen dort angesiedelt werden, wo es Richter, Angeklagte und eine Prozess-Ordnung gibt. Ein klares Vorgehen hilft dabei. Mir tut es leid, dass das mit Herrn Tfirst so gekommen ist, aber eine Entschädigung kann es nur über die Rechtssprechung geben. Einen herzlichen Gruß aus Friedberg, Helmut Scharler……………(Mail Ende)“.



Dazu mein Statement:



Pater Schönig starb 2003, gegen einen Toten kann man keinen Prozess mehr führen. Dass Pater Schönig den letztlich tödlichen Herzinfarkt erlitt, hatte mit meinen Aufdeckungen seiner Schandtaten zu tun und dass ich überhaupt der Aufdecker dieses klerikalen Riesenmissbrauchskandals Deutschlands war.




Davor wurde immer alles seitens des Ordens völlig abgestritten.




Zu der Problematik von Pater Scharler, wie man denn nur die Höhe einer möglichen Schadenssumme bemessen könne, kann ich nur sagen, mir hätte es geholfen, hätte ich nur irgendwann meine Schulden zurückzahlen können (ich hatte es wegen den Missbräuchen auch schwer genug ein halbwegs wirtschaftliches Leben führen zu können, also wäre in meinem Fall eine halbwegs angemessene Entschädigung auch begründet gewesen und das wäre auch notwendige Hilfe gewesen.